Ich bin nicht gestorben. Aber die Frage ist geblieben. Sie begleitet mich seitdem — bei jeder Hochzeit, bei jedem Bild, das ich mache.
Was bleibt?
Der Mensch hinter der Kamera
Ich war einmal nah dran, nicht mehr da zu sein. Seitdem begleite mich eine Frage — bei jeder Hochzeit, bei jedem Bild.
Nach einem Motorradunfall lag ich im Gras. Oben der Sternenhimmel. Und in diesem Moment hatte ich nur einen einzigen Gedanken: Wenn ich heute sterbe — was habe ich hinterlassen?
Ich bin nicht gestorben. Aber die Frage ist geblieben. Sie begleitet mich seitdem — bei jeder Hochzeit, bei jedem Bild, das ich mache.
Was bleibt?
Es war kein romantischer Moment. Kein großer Plan, kein „Ich habe schon immer gewusst, dass ich das machen will."
Ich kam aus dem Einzelhandel. Habe viele verschiedene Jobs gemacht, eine Umschulung als Fachinformatiker angefangen und abgebrochen. Wollte eigentlich etwas mit Video machen. Und dann habe ich angefangen, Hochzeiten zu fotografieren — wegen des Geldes. Das ist die ungeschönte Wahrheit.
Aber dann ist etwas passiert, das ich nicht erwartet hatte.
Ich habe gemerkt, dass ich Situationen lese, bevor sie passieren. Dass ich spüre, was in einem Raum geschieht, noch bevor es sichtbar wird. Dass ich Momente antizipiere — wann jemand gleich weint, wo ich stehen muss, bevor es passiert. Das war nicht etwas, das ich gelernt habe. Es war etwas, das ich in mir entdeckt habe.
Über 200 Hochzeiten später kann ich sagen: Fotografie ist mein Werkzeug. Aber was dahintersteckt — das Sehen, das Fühlen, das Lesen von Menschen und Räumen — das ist, wer ich bin.
Jeder Gast auf einer Hochzeit ist ein Mensch, der eine Rolle im Leben dieser zwei Menschen spielt. Deshalb hat er das Recht, gesehen zu werden. Nicht nur die Eltern, nicht nur die Trauzeugen — jeder.
Andere Fotografen sagen: „Wir haben die Eltern, das reicht." Ich sage: Nein.
Denn ich denke nicht in Pflichtschüssen. Ich denke in Geschichten. Und zu jeder Geschichte gehören alle Menschen, die sie mitgeschrieben haben.
Bei einer Hochzeit habe ich zum ersten und letzten Mal die Freundin der Braut fotografiert. Ein Jahr später war sie nicht mehr da. Ich war der Letzte, der Bilder von ihr gemacht hat. Das ist kein Satz, den ich erzähle, um dramatisch zu wirken. Es ist der Grund, warum ich nie nachlässig bin. Warum ich jeden sehe. Weil ich weiß, dass Bilder manchmal mehr bedeuten, als man am Tag ahnt.
Ich höre Musik. Filmmusik, Lo-Fi, Ambient. Irgendwann steht alles still in meinem Kopf. Es geht nur noch um das Bild, die Musik und mich. Diese Ruhe, die dabei entsteht — die steckt in den Bildern drin.
Ich drücke nicht ab, wenn die Komposition stimmt oder das Licht gut ist. Ich drücke ab, wenn ich etwas fühle. Wenn ich denke: Das. Genau das. Wenn ein Gesichtsausdruck in mir etwas auslöst, bevor ich anfange nachzudenken.
Man merkt sofort, dass er seinen Job nicht wegen des Geldes macht.
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Manchmal denke ich daran: Unter 8 Milliarden Menschen haben sich zwei gefunden. Dieser Mensch und genau dieser Mensch. Nicht zufällig — und gleichzeitig auf eine Art, die man nicht vollständig erklären kann.
Ich bin derjenige, der da ist, wenn dieser Moment passiert. Das trägt mich.
Ich bin laut, wenn es passt. Still, wenn es nötig ist. Irgendwo zwischen introvertiert und extrovertiert — je nach Tag, je nach Raum.
Ich denke viel nach. Über Menschen, über Beziehungen, über das, was bleibt. Ich bin jemand, der mehr fühlt, als er zeigt.
Ich bin aus dem Schwarzwald. Ich kenne die Region, die Lichtbedingungen, die Jahreszeiten. Ich weiß, wie das Licht im September durch den Nebel bricht. Und ich weiß, dass Bewölkung manchmal das schönste Licht macht, das es gibt.
Der Name Lichtblick ist kein Zufall. Licht ist für mich Hoffnung. Frieden. Etwas, das ich in meiner Arbeit suche und manchmal finde — im Bild, in der Musik beim Bearbeiten, in dem Moment, wenn ich den Auslöser drücke und genau weiß: Das war es.
Ich lass immer meine Bilder sprechen. Wenn ihr euch in ihnen wiederfindet — schreibt mir.
Kein Formular, kein Pitch. Einfach erzählen, wann ihr heiratet und was euch wichtig ist.